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27.07.22  Sind die Schädel von Dmanisi Übergangsformen zum echten Menschen?

In Form eines Überblicks werden die wichtigsten Argumente zu Bewertung der Homininen-Funde aus Dmanisi (Georgien) zusammengestellt. Er zeigt, dass man diese Funde als echte Menschen statt als evolutionäre Übergangsformen deuten kann. Eine ausführliche Begründung wird in einem Special Paper mit dem Titel „Homininen-Schädel: ‚Stolpersteine‘ des Grundtypmodells?“ geboten: http://www.wort-und-wissen.de/artikel/homininen-schaedel/

 

1. Die Schädel von Dmanisi als Übergangsformen?

Schädel früher Homininen1 werden immer wieder als Belege einer mutmaßlichen Abstammung des Menschen aus affenähnlichen Vorfahren angeführt. Zu den Schädeln, die häufig als Übergangsformen gewertet werden, gehören die Schädel von den sogenannten „Homo“-Arten habilis und rudolfensis aus Afrika und die Schädel von Homo erectus ergaster georgicus aus Dmanisi in Georgien. Letztere datiert man auf ca. 1,8 MrJ (Millionen radiometrische Jahre). Über sie heißt es in der deutschsprachigen Wikipedia: „Die homininen Fossilien von Dmanisi gelten als mögliches Bindeglied zwischen den frühesten Vertretern der Gattung Homo aus Afrika und den späteren, aus Asien bekannten Fossilien des Homo erectus“.2

Lordkipanidze und Kollegen (2013) behaupteten gar, dass die großaffenartigen „Homo“-Arten habilis und rudolfensis mit den Homo-erectus-Funden aus Dmanisi sowie aus Afrika und Asien in die gleiche Art gestellt werden sollten, weil sich die Schädel ausreichend ähneln würden.

Dies widerspricht dem Grundtypenmodell nach Brandt (2017), bei dem „Homohabilis und rudolfensis als großaffenähnliche Australomorphen und alle Formen von Homo erectus als echte Menschen betrachtet werden. Eine Studie zum mathematischen Schädelvergleich der Homininen von Lauren Schroeder et al. (2017) sowie andere Erkenntnisse aus der Fachliteratur über die Funde aus Dmanisi liefern jedoch unterstützende Hinweise für die Deutung als getrennt erschaffene Grundtypen (vgl. den ausführlichen Fachartikel von Scholl 2022b).

 

2. Die Schädelvergleiche von Schroeder et al. (2017) unterstützen das Grundtypenmodell prinzipiell

Schroeder et al. (2017) verglichen in ihrer Studie anhand von 17 Messpunkten fünf verschiedene Flächen auf den Schädeln von Dmanisi und von über 30 anderen Homininen.

Insgesamt gibt es bei den Daten ihrer Studie eine große Übereinstimmung mit den Ähnlichkeitsbeziehungen, die man aufgrund des Grundtypmodells erwarten würde. Elf der dreizehn untersuchten Homininen-Spezies haben die größte Ähnlichkeit mit solchen Arten, die zum selben mutmaßlichen Grundtyp gehören. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Australomorphen – inklusive der sogenannten „Homo“-Arten rudolfensis, habilis und naledi – ihre jeweils ähnlichsten Schädelformen innerhalb der Australomorphen besitzen, welche einen oder mehrere Grundtypen von Großaffen darstellen. Nicht nur das Körperskelett (vgl. Brandt 2017, 51–92; Collard & Wood 2015), sondern auch die Schädelmerkmale legen damit einen Ausschluss dieser drei Arten aus der Gattung Homo (Mensch) nahe. Die Schädel von Homo erectus aus Dmanisi sind dagegen von denen der Australomorphen verschieden und ähneln anderen echten Menschen (wie Heidelberger Mensch und Neandertaler) am stärksten. Sie eignen sich daher nicht gut als Übergangsform von Australomorphen hin zu Menschen.

Abbildung: Die Dmanisi-Schädel:  Die Dmanisi Schädel 1 bis 5 hatten zwar ein kleines Gehirnvolumen von 546 bis 775 cm³, sind aber doch der Menschenart Homo erectus zuzuordnen. (Nach Wikimedia: Gerbil, CC BY-SA 4.0; Emőke Dénes, CC BY-SA 4.0)

Doch was ist mit den beiden Ausnahmen, bei denen die größten Ähnlichkeiten der Schädelflächen zu Arten aus einem anderen Grundtyp bestehen?

Die erste Ausnahme ist der Mensch Homo floresiensis, der zu keiner Art eine größere Ähnlichkeit aufweist, aber entfernt dem großaffenartigen Australopithecus sediba (vgl. Scholl 2022a) in den Schädelflächen ähnelt. Allerdings könnte man Homo floresiensis aufgrund seines extremen Zwergwuchses als einzigartigen Menschen interpretieren, der wegen dieser Einzigartigkeit zu keinem der untersuchten Homininen eine besonders große Ähnlichkeit der Schädelflächen aufweist. Eventuell spielt bei einer groben Ähnlichkeit der Schädelflächen die vergleichbare Gehirngröße von jeweils ca. 420 cm³ von Australopithecus sediba und Homo floresiensis eine Rolle (vgl. Berger et al. 2010; Kubo et al. 2013; Lacruz et al. 2019); die aber nichts mit einer gemeinsamen Abstammung zu tun haben muss.

Die zweite Ausnahme ist Homo erectus aus Afrika und Asien. Dieser weist zu „Homo habilis eine minimal größere Nähe (3,7 Prozentpunkte) auf als zu Homo erectus aus Georgien. Die Nähe zu „Homo habilis sollte aber nicht überbetont werden, weil von „Homohabilis nur in zwei von fünf Flächenvergleichen fossiles Vergleichsmaterial vorliegt. Außerdem entsteht die größere Nähe von Homo erectus aus Afrika und Asien zu „Homohabilis als zu Homo erectus aus Dmanisi im Wesentlichen durch einen einzigen Unterkiefer (SK 15), dessen Zuordnung zu „Homohabilis möglicherweise falsch ist. Dem Paläoanthropologen John Hawks (2016) zufolge ist die Zuordnung des Unterkiefers SK 15 unklar, und mittlerweile stellt „eine Reihe Wissenschaftler“ SK 15 zu „Homohabilis (Hawks 2016; vgl. Curnoe 2006: größte Ähnlichkeit bei Messwerten zu „Homohabilis ), oder betont gar eine Ähnlichkeit mit den Australopithecinen (vgl. die Zahnanalyse von Zanolli et al. 2022).

Insgesamt lassen sich also auch die Ähnlichkeitsbeziehungen der Schädelflächen von Homo floresiensis und Homo erectus aus der Grundtypenperspektive befriedigend interpretieren. Außerdem muss noch erwähnt werden, dass sich die enorme innerartliche Variabilität (Vielfalt) der Homininen-Schädel ganz allgemein einer widerspruchsfreien Stammbaumrekonstruktion bei Schroeder et al. (2017) widersetzt. Dies wird auch dadurch deutlich, dass die einzelnen fossilen Schädel in drei Viertel der Flächenvergleiche Schädeln aus anderen Arten mehr ähneln als den Schädeln ihrer eigenen Artgenossen. Das wiederum zeigt, dass Schädel sehr variabel sind und daher für Fragestellungen der Zuordnung (Taxonomie) und der Abstammung nur begrenzte Informationen liefern können.

 

3. Weitere Argumente für die Menschlichkeit von Homo erectus aus Dmanisi

Trotz der hohen Variabilität der Homininen-Schädel hatten Lordkipanidze et al. (2013) ihre These, dass die großaffenähnlichen „Homo“-Arten habilis und rudolfensis gemeinsam mit Menschen Homo erectus aus Afrika, Asien und Georgien eine Art bilden sollen, ausschließlich auf Schädelmerkmale gegründet. Dieses Vorgehen wurde dementsprechend von Wood (2014) sowie von Collard & Wood (2015, 2130) scharf zurückgewiesen. Sie kritisieren explizit an der Vorgehensweise von Lordkipanidze und Kollegen, dass diese ausschließlich Schädelmerkmale verwendeten und viele weitere Unterscheidungsmerkmale ignoriert haben. Dazu zählt eine Detailanalyse des Basicraniums (des unteren Schädels), des knöchernen Innenohrs, des Fußes und der Hand, der Form und Stärke der Langknochen, der relativen Zahngröße und auch der Individualentwicklung. Zusammengefasst bewerten Collard & Wood (2015) die Gründe von Lordkipanidze et al. (2013) für die Zusammenlegung von „Homohabilis und Homo erectus zu einer einzigen gemeinsamen Art als nicht gerechtfertigt und wenig tragfähig. Insgesamt hält Wood (2014) „Homohabilis nicht einmal für ähnlich genug zu Homo erectus, um als dessen direkter Vorfahre betrachtet werden zu können.

Es gibt zwar eine ganze Reihe von Detailmerkmalen, bei welchen die vielfältigen Formen des frühen Menschen Homo erectus gewisse Ähnlichkeiten mit der Vielfalt ausgestorbener Großaffen als auch mit „Homohabilis aufweisen. Dennoch sprechen ganz wesentliche Argumente gegen eine gemeinsame Abstammung bzw. Übergangsstellung von „Homohabilis und rudolfensis zu Homo erectus.

Eines dieser Argumente betrifft die Schädel aus Dmanisi: So ist die Ähnlichkeit der fünf Schädel aus Dmanisi mit Homo erectus aus Asien und Afrika ziemlich eindeutig (vgl. Gabunia et al. 2000; Lordkipanidze et al. 2006; Hawks 2013; und z.T. auch Lordkipanidze et al. 2013). Homo erectus aus Afrika lässt sich wiederum insbesondere am Gesichtsschädel gut von „Homohabilis und rudolfensis unterscheiden (Lacruz et al. 2019). Die Vielfältigkeit der Schädel aus Dmanisi übersteigt die der Schädel von „Homohabilis und rudolfensis – entgegen der Behauptung von Lordkipanidze et al. (2013) – gar nicht, und macht es daher auch nicht notwendig, diese beiden Gruppen einer gemeinsamen Sammel-Art zuzuordnen (vgl. Hawks 2013; Lordkipanidze et al. 2013, Fig. S7).

Der Schädel Nr. 5 aus Dmanisi ist zwar äußerst klein (546 cm³) und besitzt eine deutliche Prognathie (vorstehender Oberkiefer); diese beiden Merkmale sind aber bei heutigen bzw. fossilen Menschen nicht so außergewöhnlich. Prognathie tritt auch bei heutigen Menschen mit dem Möbius-Syndrom auf (vgl. Pedersen et al. 2017). Eine kleine Gehirngröße findet sich ähnlich auch bei Homo floresiensis sowie bei heutigen Menschen mit Mikroencephalie (vgl. Falk et al. 2007), während das Gehirn bei manchen Mitgliedern heutigen Naturvölkern und anderen Homo-erectus-Funden nur wenig größer ist (vgl. Wells 1942; Brandt 2000, 13–15).

Insbesondere der mit 598 cm³ Gehirnvolumen ebenfalls winzigen Schädel DAN5 aus Afrika weist deutliche Parallelen auf, die entscheidende Hinweise für die Deutung des Schädels 5 aus Dmanisi liefern (vgl. Semaw et al. 2020). Beide Schädel sind sehr klein und weisen doch genügend Ähnlichkeiten mit anderen Homo-erectus-Funden auf, so dass beide der Art Homo erectus zugeordnet werden (vgl. Semaw et al. 2020).

Bei dem Schädel DAN5 wurden zudem sowohl einfache Geröllwerkzeuge (Oldowan, Mode I) als auch komplexe Faustkeile (Acheuléen, Mode II) gefunden. Dies bedeutet, dass einfachere Werkzeuge oder ein kleines Gehirn nicht unbedingt für eine geringe Intelligenz sprechen müssen, da komplexere Werkzeuge ebenfalls von Menschen mit einem so kleinen Gehirn wie bei DAN5 gefertigt werden können. Die Abwesenheit von komplexeren Werkzeugen könnte daher auch mit den jeweiligen Lebensumständen statt mit mangelnder Intelligenz erklärt werden (vgl. Semaw et al. 2020). Des Weiteren ist eine kleine Gehirngröße (auch relativ zur Körpergröße) allgemein kein guter Indikator für Intelligenz bei Homininen; und sie kann außerdem auch durch ungünstige Lebensbedingungen verursacht sein (vgl. Brandt 2000, 22–25; Roth 2010, 340f; Antón & Snodgrass 2012; Brandt 2018).

Dazu kommt, dass die Steinwerkzeugfunde aus Dmanisi gar nicht so „einfach“ sind, wie ursprünglich vermutet und publiziert worden war (vgl. Hartwig-Scherer 2000; 2002). Dies zeigen die Untersuchungen von Baena et al. (2010) an den Steinwerkzeugen aus Dmanisi, die auf 1,77 bis 1,85 MrJ datiert werden (vgl. Ferring et al. 2011): Die Menschen aus Dmanisi verwendeten 24 verschiedene Rohmaterialien, schätzten das Rohmaterial hinsichtlich Arbeitseffizienz ein, rotierten die Steine je nach Zweck, nutzen natürliche Vorteile des Ausgangsgesteins, besaßen verschiedene Fertigungstechniken, bearbeiteten die Steine nach (Retusche) und fertigten sogar eine Klinge, die der Levallois-Technik des Neandertalers ähnelte. Dies alles weist auf eine „bedeutende Erfahrung“ bei der Steinwerkzeugfertigung (Baena et al. 2010) hin – und somit auf ausgeprägte Kultur und Intelligenz bei den Menschen aus Dmanisi.

Auch die lange Überlebenszeit des zahnlosen Menschen Nr. 4 aus Dmanisi spricht wahrscheinlich für eine typisch menschliche Fürsorge für Gruppenmitglieder (vgl. Hartwig-Scherer 2006; Lordkipanidze et al. 2006; Roberts 2018, 111; Scholl 2018).

Damit sind die Schädel aus Dmanisi zwar deutlich kleiner als die allermeisten heutigen Menschen, ihre Besitzer können aber trotzdem eine normal menschliche Intelligenz besessen haben, da selbst moderne Naturvölker zum Teil nur wenig komplexe Steinwerkzeuge verwenden (vgl. Brandt 2000, 13–15; Brandt 2019, 398).

Das Körperskelett von Homo erectus aus Dmanisi ist insgesamt deutlich menschlich konfiguriert. Somit besaßen die Homo-erectus-Formen einen gewohnheitsmäßigen (habituellen) menschlichen Gang (vgl. Lordkipanidze et al. 2007; Lordkipanidze et al. 2013; Domínguez-Rodrigo et al. 2015; Collard & Wood 2015, 2110; Brandt 2017, 93–108). So schreiben Tappen et al. (2022): “Wichtig ist, dass H. erectus in Dmanisi als obligater terrestrischer Zweibeiner anerkannt ist“. Außerdem waren sie vor ca. 2 MrJ über längere Zeit Zeitgenossen von „Homohabilis und rudolfensis (vgl. Wood & Boyle 2016), obwohl letztere häufig als deren Nachfahre vorgeschlagen wurden.

 

4. „Homo“ habilis war kein Mensch

Abbildung: Die Schädel von „Homohabilis:  Die nachfolgend genannten Schädel werden „Homohabilis zugeschrieben, sind aber bis auf OH 7 (dem Holotyp der Spezies) letztlich alle umstritten: OH 7 (kaum erhalten), OH 24, KNM-ER 1805, KNM-ER 1813, SK 847 und STW 53. (Wikimedia: Nachosan, CC BY-SA 3.0; Guérin Nicolas, CC BY-SA 3.0; Ryan Somma, CC BY-SA 2.0; Tiia Monto, CC BY-SA 3.0; Rhuangagabi, CC BY-SA 4.0)

Die oft Homohabilis und rudolfensis zugeordneten Fossilienweisen im Gegensatz zu Homo erectus aus Dmanisi viele großaffenähnliche Merkmale am Schädel und Körperskelett auf (vgl. Clarke 2008; Wood 1996, Wood 2014, Collard & Wood 2015; Grabowski et al. 2015; Brandt 2017, 86–88; Lacruz et al. 2019; Prahabat et al. 2021). Darüber hinaus ist die Rekonstruktion ihrer größeren Hirnschädelvolumina (über 700 cm³) umstritten – ebenso wie die Frage, welche Skelettfragmente man überhaupt diesen beiden Homininenarten zuordnen soll (vgl. Scholl 2022, Anhang Tab. 14).

 

5. Fazit

Alles in allem kann man daher Homo erectus aus Dmanisi mit guten Argumenten hinsichtlich seines Schädelbaus, seines Körperskeletts und seiner Steinwerkzeuge aus Grundtyp-Perspektive als echten Menschen deuten. Die Parallelen zu dem kleinen Schädels DAN5 aus Afrika machen deutlich, dass kleine Schädel bei Homo erectus nichts Ungewöhnliches waren, und dass auch solche Menschen hohe kognitive Fähigkeiten bei der Herstellung von Steinwerkzeugen bewiesen haben. Entsprechend eindeutige Hinweise konnten in Bezug auf vergleichbar anspruchsvolle Fähigkeiten der Werkzeugherstellung bei „Homohabilis und rudolfensis bisher nicht erbracht werden (vgl. Roberts 2018, 102f). Die nicht wesentlich älteren „Homo“-Arten habilis und rudolfensis lassen sich hingegen aus der Perspektive des Grundtypmodells hinsichtlich Schädelbau und Körperskelett gut den – getrennt vom Menschen erschaffenen – australomorphen Großaffen zuordnen.


Anmerkungen:

1 Homininen sind vermutete Vorfahren des Menschen im Rahmen des Evolutionsmodells seit Aufspaltung von den Schimpansenvorfahren vor ca. 5 bis 7 MrJ.

2 Wikipedia.de, aufgerufen am 25.02.2022, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hominine_Fossilien_von_Dmanissi&oldid=218433192.

 

Literatur:

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Aktualisiert am 03.11.2022

 

Autor dieser News: Benjamin Scholl

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