Schöpfung: Design-Theorie - Einführung in „Intelligent-Design“  

Schöpfung: Design-Theorie

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Interessierte: Einführung in „Intelligent-Design“

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Inhalt

In diesem Artikel wird erklärt, was mit „Intelligent Design“ (ID) gemeint ist und wie man dieses Konzept begründet.

intelligentes intelligent design id evolution schöpfung einführung intelligent design kreationismus Der Grundgedanke des „Intelligent Design“

intelligentes intelligent design id evolution schöpfung einführung intelligent design kreationismus Nichtwissen als Argument?

intelligentes intelligent design id evolution schöpfung einführung intelligent design kreationismus Drei Ursachen für Naturgegenstände

intelligentes intelligent design id evolution schöpfung einführung intelligent design kreationismus Ein erkenntnistheoretisches Problem

intelligentes intelligent design id evolution schöpfung einführung intelligent design kreationismus ID ist als Analogieschluss naheliegend

intelligentes intelligent design id evolution schöpfung einführung intelligent design kreationismus Weitere Fragen zu diesem Thema

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Der Grundgedanke des „Intelligent Design“

 

Der Grundgedanke des „Intelligent Design“ (ID) ist, dass Lebewesen (eventuell auch die unbelebte Welt) Eigenschaften hätten, die auf das Wirken eines intelligenten, willensbegabten Urhebers (Designer, Schöpfer) hinweisen und andere Möglichkeiten ihrer Herkunft (Zufall, natürliche Vorgänge) ausschließen. Diese Eigenschaften werden hier als „Design-Signale“ bezeichnet. Die ID-Theorie beinhaltet wissenschaftliche Kriterien, mit denen solche Design-Signale erkannt werden. Durch eine naturwissenschaftliche Untersuchung könne geklärt (oder wenigstens plausibel gemacht) werden, ob eine organismische Struktur auf eine intelligente Ursache zurückgeht oder nicht.

Das Gegenstück von ID ist ein konsequenter Naturalismus, der grundsätzlich nur natürliche Vorgänge als Erklärungen zulässt, auch in Ursprungsfragen. Naturgegenstände aller Art und ihr Ursprung sollen demnach allein durch Naturgesetze und Zufälle erklärt werden.

Beim Thema „ID“ muss unterschieden werden zwischen

ID als Bewegung mit politischen Zielen (darum soll es in diesem Artikel nicht gehen),

ID als allgemeine Vorstellung vom Wirken eines Urhebers (Designers) (es gibt einen Urheber der Lebewesen und auch der unbelebten Welt),

ID als Signalerkennungstheorie bzw. ID-Theorie (wie können „Design-Signale“ definiert und ihre Existenz plausibel gemacht werden?),

ID als Startpunkt (aufbauend auf einem vorläufigen positiven Ergebnis der Signalerkennungstheorie können weitergehende Fragen entwickelt und geprüft werden).

Es sei noch darauf hingewiesen, dass im Zusammenhang mit ID der Begriff „Design" Planung, Zielsetzung, Zweckorientierung oder Schöpfung assoziieren soll, weniger Begriffe wie Verzierung, Verschönerung oder Ästhetik wie etwa bei „Designer-Möbel" usw. Es geht also um das Zweckhafte in der Natur, nicht um zweckfreie Spielereien, obwohl Letztere durchaus auch ein reizvolles Thema in der Biologie sind.

 
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Nichtwissen als Argument?

 

Kritiker des ID-Ansatzes bemängeln, dass keine Argumente für die eigene Position vorgebracht, sondern nur auf Lücken in alternativen Erklärungsansätzen verwiesen werde. Damit werde mit Nichtwissen argumentiert (sog. argumentum ad ignorantiam). Design-Theoretiker entgegnen darauf, dass ID an erkennbaren Merkmalen der Lebewesen festgemacht werde, nicht an Unkenntnis über ihre Entstehung. (Das wird im Artikel Kontroverse um „Intelligent-Design“ genauer behandelt.) Organismen weisen solche Merkmale auf, die in anderen Wissensgebieten (z. B. Archäologie) das Wirken eines Urhebers nahelegen. Diese Art der Schlussfolgerung werde auf Lebewesen angewendet. Es handelt sich daher um einen Analogieschluss; darauf wird weiter unten eingegangen.

 
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Drei Ursachen für Naturgegenstände

 

Für die Gestalt von Naturgegenständen kommen grundsätzlich drei Faktoren in Frage: Zufall, Naturgesetze, Wille (Design, personaler Urheber). Um nachzuweisen, dass ein Designer am Werke war, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Zufall und Naturgesetze werden als ausreichende Ursachen ausgeschlossen.

2. Positive Befunde für einen Designer werden angegeben.

Als Hinweise („Signale“) für ID gelten vor allem synorganisierte (=aus mehreren voneinander abhängigen Bauteilen bestehend) Strukturen mit verschachtelten Wechselbeziehungen zwischen ihren Bestandteilen: spezifizierte (=hier etwa: bedeutungsvolle) Komplexität („specified complexity“) oder irreduzible (=nicht verkleinerbar, ohne die Funktion ganz zu verlieren) Komplexität („irreducible complexity“). Darauf wird im Artikel Kontroverse um „Intelligent-Design“ eingegangen.

 
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Ein erkenntnistheoretisches Problem

 

Ein grundlegendes erkenntnistheoretisches Problem für die Position des ID besteht darin, dass das Wirken eines Urhebers und seine Identität mit wissenschaftlichen Mitteln prinzipiell nicht beschreibbar ist - das wäre ein Widerspruch in sich und liegt in der Natur der Sache. Es kann daher beim ID-Ansatz nicht darum gehen, einen Designer und seine Schöpfungsmethode „dingfest" zu machen. Bei der ID-Theorie geht es folglich um diese Fragen:

1. Woran können Spuren des Wirkens eines Urhebers erkannt werden?

2. Werden diese Spuren tatsächlich gefunden?

Ein Vergleich. Wenn die Form eines Faustkeils ausschließlich durch Naturvorgänge wie Erosion und Zufall erklärbar wäre, wäre die Annahme eines Urhebers überflüssig. Wenn diese Möglichkeiten nicht in Frage kommen, wird ein Urheber in Betracht gezogen. Aber auch in diesem Fall kann der Vorgang der Bearbeitung und Entstehung des Objekts nicht beobachtet werden. Sicher klärbar ist nur, dass es einen Urheber gab.

Eine vollständige naturalistische Beschreibung der Entstehung eines Naturgegenstandes würde einen Designer überflüssig machen.

 
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ID ist als Analogieschluss naheliegend

 

Der Gedanke an Planung in der Natur drängt sich dem unbefangenen Betrachter zweifellos auf. Das liegt daran, dass wir die Schlussfolgerung von „Design“ auf einen „Designer“ im täglichen Leben ständig ziehen und auch wissen, dass dieser Schluss zurecht gezogen wird. Dieser Schluss wird auf die Lebewesen übertragen. Dort ist der Designer natürlich nicht in gleicher Weise bekannt, wie etwa der Urheber eines Werkzeugs; daher handelt es sich um einen Analogieschluss. Das heißt: Man schließt aufgrund ähnlicher Verhältnisse bei technischem Design und bei Design in Lebewesen auf eine ähnliche Ursache (bzw. einen Urheber).

Sogar Richard Dawkins - einer der größten Gegner des Gedankens an Planung in der Natur - definiert in seinem berühmten Buch „Der blinde Uhrmacher“ die Biologie wie folgt: „das Studium komplizierter Dinge, die so aussehen, als seien sie zu einem Zweck entworfen worden“. Viele Biologen stellen ausdrücklich fest, dass Lebewesen so gestaltet sind, als seien sie erdacht und geschaffen worden, denn sie zeigen offenkundig Zweckmäßigkeit. Man kann also festhalten, dass Beobachtungen an den Lebewesen den Gedanken an Design nahelegen.

Für die meisten Biologen ist der Schluss auf einen Designer jedoch ein Trugschluss; das offenkundige Design ist für sie eine Illusion. Wer dies gegen zahlreiche Analogie-Erfahrungen behauptet, hat jedoch die Beweislast.

Gegen die hier kurz vorgebrachte Argumentation werden Kritikpunkte vorgebracht. Ihnen widmet sich der Artikel Kontroverse um „Intelligent-Design“.

 
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Weitere Fragen zu diesem Thema

 

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Autor: Reinhard Junker, 22.09.2005

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