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Evolution - Fragen und Antworten: Biologie

Ist das gelegentliche „Schwänzchen“ von Neugeborenen ein Beleg für die Abstammung von tierischen Vorfahren?

Bei den sehr selten vorkommenden „Schwänzchen“ an Neugeborenen handelt es sich um eine nicht-erbliche Störung. (Da sie nicht im Erbgut verankert ist, kann sie schon deshalb nicht als stammesgeschichtlicher Rückschlag gedeutet werden.) Sie enthalten Fett und Bindegewebe, niemals jedoch ein Stück Wirbelsäule wie die Schwänze aller Wirbeltiere. Nur selten befinden sie sich an der „richtigen“ Stelle (d. h. an der Stelle der gedachten Fortsetzung der Wirbelsäule). Darüber hinaus sind solche schwanzartigen Bildungen auch an ganz anderen Körperstellen und als Zusatzbildungen bei geschwänzten Tieren bekannt. Ein Rückschlag in frühere Evolutionsstadien können diese Bildungen also nicht sein.


Autor: Reinhard Junker, 11.02.2004

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